Samstag, 8. November 2014

Vanishing thoughts...

Früh aus dem Bett, den ganzen Tag am Schreibtisch. Die letzten Tage war es schon immer so, dass ich morgens mit Kopfschmerzen aufgewacht bin. Glücklicherweise verschwanden die im Laufe des Frühstücks wieder, so dass ich mich heute dann wieder an die Arbeit machen konnte. Den ganzen Tag über bin ich, bis auf wenige Pausen, irgendwann muss man ja auch essen, viel trinken, konzentriert dabei, mich durch ein wichtiges Buch zu kämpfen. Viele Seiten sind nicht wichtig, die überfliege ich, andere sind umso wichtiger, manche Abschnitte davon sehr kompliziert geschrieben.

Abends sitze ich wieder vor meinem leeren Blatt. Es füllt sich, sehr langsam. Aber es füllt sich. Ich hatte irgendwann eine gute Idee für meine Einleitung. Ich weiß, die schreibt man eigentlich zuletzt, aber wenn man die perfekte Idee hat, dann sollte man sich das auch aufschreiben, ehe es wieder verschwindet. Wie lange kann man einen Gedanken festhalten? Meine Einleitung macht sich gut, denke ich. Wirklich einschätzen kann ich gerade nichts, ich bin einfach nur glücklich, dass endlich etwas da steht.

Beim Duschen kommt mir eine Idee für eine These. Oder so etwas in der Art. Ich weiß nicht genau, ob das wirklich funktionieren wird. Kaum bin ich aus der Dusche und wieder angezogen, husche ich schnell zu meinem Tisch, schnappe mir ein Blatt Papier und schreibe meine Idee auf, bevor sie wieder verschwindet. Ideen sind manchmal so flüchtig wie ersehnte Sonnenstrahlen.

Heute wird das nichts mehr. Damit, dass ich richtig in das Thema einsteige, dafür ist es zu spät. Ich muss mich dafür noch mal in ein bereits gelesenes Kapitel einarbeiten, es macht mehr Sinn, das dann in einem zu machen. Würde ich anfangen, dann abbrechen und morgen erst weitermachen, könnte es gut sein, dass meine Gedanken bis dahin schon wieder entschwunden wären. - Und irgendwann muss man ja auch schlafen.

Mein viel zu optimistischer (aber eigentlich notwendig auszuführen) Plan sah vor, bis morgen Abend acht bis zehn Seiten, also die Hälfte, geschrieben zu haben. Dann hätte ich heute wenigstens vier, fünf Seiten schreiben müssen. An und für sich bin ich eine langsame Schreiberin. Jetzt habe ich nicht ganz zwei Seiten. Das ist etwas, das ist ein Anfang und ich bin auch ganz froh darüber, aber es hätte heute eigentlich mehr bei rum kommen müssen... Aber ich will mich nicht beschweren. Ich bin froh, dass ich wenigstens etwas habe.

Jetzt kommen meine Kopfschmerzen zurück, langsam merke ich die Erschöpfung. Dieser Tage bekomme ich immer viel zu wenig Schlaf, noch weniger als sonst. Ich bin müde...

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