Dienstag, 4. November 2014

Seriously? 100 hours? What to do now?

Heute ist einfach nicht mein Tag. Okay, nicht so ganz. Arbeit war ganz okay, ich hatte viel zu tun, aber heute war ich irgendwie auch sehr motiviert dazu. Danach fing es an. Ich machte ausnahmsweise auf der Arbeit etwas früher Schluss, um früher nach Hause zu kommen, weil ein riesiger Berg Arbeit auf mich wartet. Aber nichts da. Der Zug fiel aus. (Wozu noch Streiks, wenn der Bahnverkehr sowieso nicht funktioniert?) Genau zu dieser Zeit fährt aber auch die S-Bahn nicht, so dass ich so oder so warten musste. Es war kalt, ich hatte Kopfschmerzen. Ich darf jetzt echt nicht krank werden. Sonst kann ich alles vergessen.

Und was muss ich zu Hause lesen? Streik. Megastreik. Von Donnerstag Morgen 2:00 bis Montag Morgen 4:00. Fast 100 Stunden lang! Der Güterverkehr wird noch länger bestreikt. (Die haben sie doch nicht mehr alle!!!) Na toll! Und jetzt? Ich bin ja froh, dass der Streik nicht schon morgen beginnt, sonst hätte ich ein riesiges Problem, aber auch so ist das alles andere als schön. Ich dachte alle Möglichkeiten durch und fasste schließlich einen Entschluss. Und ich bin wirklich wütend, dass ich dazu gezwungen bin. Ich werde am Donnerstag nirgendwohin fahren. Heißt im Klartext, dass ich "schwänzen" werde. Was ich wirklich hasse, ich fehle praktisch nie. Ich gehe selbst mit schweren Erkältungen und Fieber zur Uni.

Am Donnerstag werde ich dann ein wichtiges Seminar verpassen. Und das Kolloquium, auf das ich mich immer am meisten freue. Aber ich habe gerade weder die Zeit, noch die Kraft und die Nerven, mich auf das Chaos einzulassen. Durch den Streik und die dadurch nicht fahrenden Züge würde ich unheimlich viel Zeit verlieren. Zeit, die ich dringend für meine Hausarbeit brauche. Das kann ich mir nicht leisten. Auch kann ich es mir nicht leisten, dann irgendwo stundenlang im Kalten zu stehen und frierend zu warten und dabei gleich wieder krank zu werden.

Super. Ich bedanke mich herzlich für den Streik. (Achtung: Ironie. Nur für den Fall, dass jemand es nicht versteht.) Ich bin für das Streikrecht, versteht mich nicht falsch, aber nicht so!

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