Donnerstag, 30. Oktober 2014

Friendship. Uni. Delay.

Was ich am Donnerstag so unglaublich wunderschön finde, ist, dass ich zwei Stunden länger schlafen darf als sonst. Zwei Stunden Schlaf, die ich so am Ende der Woche auch dringend brauche. Von meiner schweren Erkältung vor zwei Wochen habe ich mich noch immer nicht ganz erholt, also bin ich ständig müde. Das führt unter Umständen zu Konzentrationsschwierigkeiten und Kopfschmerzen. Beides ist nicht hilfreich, wenn man irgendwie, neben dem ganzen Unizeug, noch eine Hausarbeit stemmen muss.

Morgens am Bahnhof traf ich eine Bekannte, mit der ich Abi gemacht hatte. Immer mal wieder begegnen wir uns am Bahnhof und unterhalten uns dann im Zug, bis uns unsere Wege wieder trennen. So ganz reißt der Kontakt da nicht ab. Freundschaft würde ich das dennoch nicht nennen. Die Menschen neigen dazu, das Wort "Freundschaft" inflationär zu gebrauchen. Ich nicht. Lange Jahre hatte ich gar keine Freunde. Daher ist mir der Wert einer Freundschaft sehr stark bewusst. Jemand, mit dem ich mich zwar gut verstehe und mit dem ich mich gut unterhalten kann, ist noch kein Freund. Dazu gehört schon etwas mehr. Vertrauen zum Beispiel.

Mein Seminar heute war eigentlich recht interessant. Mir macht nur Sorgen, dass die Referatsgruppe die gesamte Zeit vorne stand. Müssen wir das dann auch? Anderthalb Stunden zu stehen ist für mich unglaublich anstrengend. Früher war das kein Problem. Früher ging es mir aber auch noch nicht so schlecht. Hm. Ich hoffe, es war nur eine Ausnahme. Anschließend habe ich eine Freistunde. Ich unterhalte mich ein wenig mit Maren, danach versuche ich, einen Text für ein Seminar zu lesen. Wirklich konzentrieren kann ich mich aber nicht. Schließlich ist die Freistunde auch schon wieder vorbei. Manchmal fliegt die Zeit einfach. Zuletzt noch das Kolloquium. Das habe ich letztes Semester schon geliebt. Dieses Semester sind wir mehr Leute als letztes, es ist nicht mehr so klein und intim, aber okay. Vielleicht wachsen wir auch noch zusammen.

Typisch: mein Zug hat wieder einmal Verspätung. Fünf Minuten. Zehn Minuten. Fünfzehn Minuten. Ernsthaft? Verzögerungen im Betriebsablauf. Schon wieder. Warum überrascht es mich? Tut es das überhaupt? Es ist eher Resignation. Was kann ich schon tun? Eins ist jedenfalls klar: meine Anschlussbahn erreiche ich so nicht mehr. Und es ist kalt. Also nehme ich die S-Bahn. Die ist wenigstens fast immer pünktlich. Die Fahrt dauert länger (so schaffe ich es auch, mehr Seiten meines Textes zu lesen, das ist natürlich ein Vorteil), aber man kommt an.

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