Freitag, 27. Mai 2011

Working with an abrupt ending

I'm so terribly tired! Morgens natürlich wieder früh aufgestanden, wie sollte es auch anders sein? Dann hatte ich diese furchtbar langweilige Vorlesung, wo ich mal wieder über die Hälfte nicht bekommen habe, mein Buch war einfach interessanter... Na ja, ein Teil der Vorlesung heute war eigentlich recht interessant und da habe ich auch zugehört, habe mir aber keine Notizen dazu gemacht, es bringt irgendwo ja doch nichts.

Nach meiner letzten Veranstaltung sind Claire und ich zu einem Institut am anderen Ende der Welt gefahren, weil wir für unser Referat (das wir zum Glück nur in schriftlicher Ausarbeitung abgeben und nicht vortragen müssen - man erinnere sich, mit laut vor Menschen sprechen hat Emi große Probleme!!! Wie gesagt, größere Gruppen von Leuten sind für mich schon, wenn ich mit mehr als einer Person rede, dann bekomme ich den Mund nicht mehr auf. Puh!) recherchieren mussten. Na ja, das war schon eine etwas... seltsame Situation! Wir haben zum Glück gut hingefunden, dann haben wir uns gleich hingesetzt und konzentriert gearbeitet. Aber schon zwei Stunden später legte unsere Dozentin uns nahe, dass wir langsam aufhören sollten. ("Seid ihr bald fertig? Könnt ihr euch den Rest nicht kopieren?" mit dem deutlichen Unterton: 'Ich habe keine Lust mehr, ich will nach Hause, jetzt geht doch endlich!' Das Institut ist nämlich so klein, dass es keine wirklich geregelten Bibliotheksöffungszeiten gibt. Wenn man rein will, bzw. muss, muss man seinen Dozenten fragen, damit der das sozusagen beaufsichtigt. Also, nicht wörtlich, nur so, dass er irgendwo rumschwirrt, weil das Institut sonst ja gar nicht geöffnet hätte.) Na ja, was sollten wir tun? Wir kopierten uns also einige Seiten, von denen wir meinten, sie seien wichtig und standen dann plötzlich auf der Straße. Völlig perplex und überrumpelt. Ein wirklich komisches Gefühl, weil wir halt weit entfernt davon waren, in irgendeiner Weise fertig zu sein. Und wir möchten nur ungern nochmal dahin pilgern, weil das echt weit weg von unseren sonstigen Räumen/ Gebäuden liegt. Wir hatten damit gerechnet, noch ein, zwei, vielleicht sogar drei Stunden länger zu arbeiten. Ja, keine Ahnung, ein wirklich seltsames Gefühl. Mal sehen, was ich jetzt mit meinen Informationen anfangen kann. Das Gute daran, in der Bibliothek zu arbeiten ist halt, dass du dich da vollkommen darauf konzentrieren kannst. Es ist nichts da, was dich ablenken könnte, du hast da gleich die Bücher bei dir. Tja, mal sehen, was bei Claire und mir jetzt rauskommt... Well, dann haben wir die Odysee (zurück) zum Bahnhof gemacht, wo wir echt Glück hatten, weil wir so am Bahnhof ankamen, dass wir nur sehr kurze Wartezeiten hatten. Ich etwas weniger als Claire.

Okay, mal was anderes, als immer nur Uni, Züge, etc. Habe mir den Film "Das Labyrinth der Wörter" (La Tête en friche) angeschaut:



Gérard Depardieu spielt da die Rolle des geistig leicht zurückgebliebenen Germain, praktisch Analphabet, trifft im Park die 95-jährige Margueritte - mit zwei t! - (Gisèle Casadesus), eine sehr gebildete Frau, die Bücher liebt. Sie bringt ihm die Welt der Bücher und somit auch der Wörter näher, indem sie ihm vorliest. Ihre nahende Erblindung motiviert Germain, das Lesen zu üben, um ihr vorzulesen, wenn sie es nicht mehr selber kann und so verändert er sich. Es ist ein französischer Film (man weiß ja, was/ wie ich über französische Filme denke), aber dieser ist wirklich gelungen. Eine wunderschöne, lebendig und liebevoll erzählte Geschichte, die einen wirklich berührt. Vor allem Casadesus in der Rolle der Margueritte begeistert. Sie ist wie eine süße kleine Oma, Mai und ich wollten sie z.B. gleich als Oma adoptieren. Natürlich ist auch der Gegensatz Depardieu/ Casadesus faszinierend. Er groß und dick, sie so klein und zierlich. Einfach wunderschön und sehenswert.

Na ja, ich wünsche euch ein wunderschönes Wochenende! Erholt euch von der (sicherlich anstrengenden?!) Woche. Gute Nacht, träumt was Schönes!

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