Dienstag, 19. Oktober 2010

Time goes by too fast

Dienstags muss ich jetzt schon immer seeeehr früh raus (nichts für einen Langschläfer für mich), nachdem ich am Montag erst sehr spät nach Hause komme. Etwas kontraproduktiv, aber anders gehts halt nicht. Jedenfalls bin ich jetzt wirklich erledigt. Mein Rücken tut weh, wegen diesen dicken Büchern, die ich immer mitschleppen muss und dann auch noch gefühlte hundert Kilometer. Dazu ist mir heute die Bahn nach Hause vor der Nase weggefahren, so dass ich die nächste eine halbe Stunde später nehmen musste und so noch länger warten musste. Schon jetzt bemerke ich, dass ich die Zeit zunehmend pauschal sehe. Drei, fünf Minuten spielen bei mir keine Rolle mehr (die Straßen- und U-Bahnen kommen ja in etwa immer so, dass man höchstens fünf Minuten warten muss, wenn es nicht so läuft wie gestern, wo es einen Unfall oder so was gab und die Straßenbahn erst ca. zwanzig Minuten später kam, wodurch ich einen späteren Zug nehmen musste und dann noch ewig warten musste, weil so spät abends die Bahn, die ich nehmen muss, um nach Hause zu kommen nur noch ein Mal in der Stunde kommt. Puh! Meine Güte, was für ein Satz!). Das erschreckt mich eigentlich. Man soll ja für den Moment leben. Wenn der mir aber nichts mehr bedeutet, sieht mein Leben ja ganz anders aus. Und das will ich wirklich nicht.

Ich finds immer wieder lustig, was man manchmal für Leuten im Zug begegnet. Heute zum Beispiel war da eine Frau, die fortwährend ihren Hund beschimpfte. Ich frag mich bei so was dann wirklich, warum man sich einen Hund anschafft. Aber wahrscheinlich tut man es gerade deswegen, um jemanden zu haben, dem man alles sagen, was einen bewegt. Und wenn man schlecht drauf ist, beschimpft man den eben. Wie auch immer. Oder der Typ nachher in der Bahn, der ganz interessiert in meinem Text mitlas (den ich für ein Seminar lesen musste), obwohl er wahrscheinlich kein Wort davon verstand. Aber dann hat man wenigstens zwischendurch mal etwas zum Schmunzeln...

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