Sonntag, 16. Mai 2010

Ein Tag in Heidelberg

Ja, da waren wir gestern, in Heidelberg. Meine Tante, die die letztes Jahr geheiratet hat, wohnt jetzt dort und zu ihrem Geburtstag sind wir alle hin gefahren. Mussten wir alle hin fahren. Schon ein bisschen doof, weil wir unsere "neuen Verwandten" ja kaum kennen. Okay, sowas dient natürlich immer dazu, sie besser kennen zu lernen. Aber man weiß doch, Jan-Emi und (fremde) Menschen. Ich komm ja schon kaum auf meine nächsten Verwandten klar, wie soll ich da noch auf die klarkommen? Na ja, nichts zählte. Alle waren also da. Außer Midori, die war beruflich in Berlin.

Erst mal die Fahrt nach Heidelberg, schon ziemlich weit. Wir sind mehrere Stunden gefahren. Ich mag solche langen Fahrten ja nicht wirklich. Nicht so mein Fall. Und das frühe Aufstehen war auch nichts für mich. Da angekommen kam gleich das nächste Problem, wie begegne ich diesen Menschen, die ich bisher nur zweimal in meinem Leben gesehen habe? Das erste Mal ganz kurz bei einer Tante und das zweite Mal auf der Hochzeit, wo man ja auch nicht unbedingt die Zeit hat, miteinander zu reden. Jedenfalls Jan nicht. Okay, das Problem so ein bisschen umschifft. Hab mich die meiste Zeit an Kyo, Keiji oder Esmée gehalten. Oder bin völlig planlos rumgelaufen. Bis dann alle da waren und das Essen fertig war, wir haben gegrillt, dauerte es einige Zeit. Dann setzten sich alle hin und es wurde erstmal gegessen. Nun ist das Essen ja auch wieder eine Sache. Denn: Jan-Emi mag es nicht, mit fremden Menschen zu essen! Ich komme mir dann immer so bepbachtet vor, auch wenn mich kein einziger Mensch anguckt. Ich hasse es einfach. Am liebsten hätte ich mir meinen Teller genommen und hätte mich in eine Ecke verzogen. Kann ich natürlich nicht machen. Also gute Miene zum bösen Spiel und die Gabel in den Mund...

Gefeiert haben wir in einer Halle, Hütte, was auch immer. Nahe dem Heidelberger Schloss, wo wir dann nach dem Mittagessen auch geschlossen hingegangen sind. Was praktisch wie ne Völkerwanderung aussah. Die Schnelleren vorne und dann zog sich das ein wenig in die Länge. Es waren schon ziemlich viele Menschen dort und haben sich das ganze angesehen. Wir haben uns das nur eher oberflächich angesehen. Aber zu Laufen war das schon sehr viel und am Ende waren wir alle froh, zurückzukommen und etwas trinken zu können. Es folgte ein kleines "Programm", auf dass von uns Jugendlichen keiner Bock hatte und so von uns auch nichts kam. Ist doch auch doof, sich da immer so zum Affen zu machen! Was die nur immer von uns verlangen. Wie auf der Hochzeit auch schon, wurde der größte Teil des Programms von unserer Seite (von den Kindern) bestritten. Oder sogar alles, ich weiß nicht mehr genau. Ist ja auch egal, interessierte mich nicht so, das Ganze.

Dann wurde wieder gegessen, Kaffee und Kuchen. Ehrlich, ich kann Kuchen nicht mehr sehen. Auf jeder Feier gibt es immer nur dieses Zeug, ich mag es schon gar nicht mehr. Kyo, Jin und ich haben uns auch mehr oder weniger nur an die Nussecken gehalten. Die kann man wenigstens noch essen. Nach dem Essen wurde sich dann unterhalten, Spiele gemacht und so weiter. Ne große Party war's nicht und die wurde ja auch gar nicht erwartet. Langweilig normal halt. Näher gekommen bin zumindest ich den neuen Verwandten nicht. Da steht mir immer meine Angst im Weg und ich bin für andere ja nicht so interessant, dass man sich mit mir unterhalten würde. Also dass jemand von sich aus ein Gespräch mit mir anfängt. Ah, ich vergass. Ich bin ja unsichtbar!!! Okay, das erklärt natürlich alles.

Irgendwann war auch diese Quälerei vorbei und wir machten uns auf die Autobahn. Und fuhren stundenlang nach Hause. Juhu, wie cool! Es ist so gemütlich, studenlang eingequätscht (? Wird das so geschrieben?) im Auto zu sitzen. Sehr spät waren wir zu Hause und durften heute Morgen ausschlafen. Das war auch das Schönste an diesem Wochenende!

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