Samstag, 21. November 2009

Battle Royale

"Battle Royale" ist ein japanischer Spielfilm, der 2000 von Kinji Fukasaku gedreht wurde. Wer keine Gewalt (in Filmen!) und kein Blut mag, für den ist dieser Film wirklich nichts. Außerdem hat der Film ein FSK von 18 Jahren. Gewissermaßen gehört er zum Science Fiction, weil er in einem alternativen, dystopischen, zukünftigen Japan spielt. Dort steigt die Arbeitslosigkeit immer weiter an, die Jugendlichen werden immer rebellischer, schwänzen die Schule, haben keinerlei Respekt vor niemandem. Um dagegen vorzugehen erlässt die Regierung das BR Gesetz (eben das "Battle Royale" Gesetz), in dem eine neunte Klasse (in Japan die dritte Klasse der Oberschule) ausgelost und auf eine einsame Insel gebracht wird. Dort bekommt jeder Schüler ein Halsband, Ausrüstung und eine zufällig ausgewählte Waffe und soll nun drei Tage lang überleben. Am Ende dieser drei Tage soll es nur einen Überlebenden geben, der dann wieder freigelassen wird. Konkret heißt das also, dass die Jugendlichen, die in eine Klasse gehen und Freunde sind, aufeinander losgehen und einander töten müssen, um zu überleben. Die Halsbänder, die mit Sprengstoff gefüllt sind, werden vom Militärstützpunkt auf dieser Insel kontrolliert.

Der Film behandelt ein solches "Spiel". Darin wird die Klasse von Shuya Nanahara ausgelost. Angeblich geht es auf einen Klassenausflug, so dass alle Schüler auch gekommen sind. In einem Tunnel werden sie alle betäubt, ihnen wird das Halsband umgelegt und sie werden auf die Insel gebracht. Dort erwachen sie und verstehen erst mal überhaupt nicht, was eigentlich los ist.

Ihr Lehrer Kitano weiht sie dann in die "Spielregeln" ein. Ein Mädchen und ein Junge, die aufbegehren, sterben schon jetzt, bevor das "Spiel" eigentlich angefangen hat. Die anderen trauen sich nun keinen Widerstand mehr zu und kuschen. Jeder bekommt seine Ausrüstung und muss nun nach draußen. Alle sechs Stunden meldet sich Kitano bei den Schülern, gibt die gefährlichen Zonen bekannt. Das sind Zonen der Insel, in denen sich die Schüler zu bestimmten Zeiten nicht aufhalten dürfen, da sonst ihre Halsbänder aktiviert werden und sie so sterben würden. Außerdem gibt Kitano dann bekannt, wer von ihren Schulkameraden gestorben ist. Shuya Nanahara tut sich mit Noriko Nakagawa zusammen, in die sein Freund Nobu verliebt war (Nobu ist der Junge, der gleich am Anfang von Kitano getötet wurde). Shuya meint, es sei in Nobus Interesse, wenn er sie beschützen würde. Allerdings hat auch er tiefergehende Gefühle für Noriko... Die beiden versuchen sich vom Spiel mehr oder weniger fernzuhalten und möchten keinen von ihren Freunden töten, im Gegensatz zu den meisten anderen. Die beiden schließen sich Kawada an, der neu in der Klasse ist. Von ihm erfahren sie, dass er schon einmal an einem solchen Spiel teilgenommen hatte, in dem seine Freundin gestorben ist. Er hilft ihnen, zu überleben und freundet sich mit ihnen an.


Am Ende sind nur noch die drei, Shuya, Noriko und Kawada übrig. Kawada erschießt die beiden und geht zurück zum Militärstützpunkt. Dort hat Kitano die Soldaten schon weggeschickt und wartet auf ihn. Er ist nicht überrascht, als er feststellt, dass Kawada sein Halsband hat entfernen können, auch nicht, als die totgeglaubten Shuya und Noriko, die seine Lieblingsschüler waren, den Raum betreten. Tatsächlich hat Kawada die beiden nicht erschossen, sondern ihre Halsbänder deaktiviert. Kitano hebt seine Waffe und will auf Noriko schießen. Shuya, der versprochen hat, sie zu beschützen, schießt auf Kitano, der daraufhin zusammenbricht. Es stellt sich außerdem heraus, dass er nur eine Wasserpistole hatte. Kitano hatte in Noriko eine Tochter gesehen, da seine eigene Tochter ihn hasste und verachtete.

Shuya, Noriko und Kawada fliehen mit einem Boot von der Insel. Unterwegs stirbt Kawada an seinen Verletzungen, nachdem er Shuya gezeigt hatte, wie man das Boot steuern muss. Shuya und Noriko können aber nicht in ihr altes Leben zurückkehren, da ihnen Mord und Beihilfe zum Mord zur Last gelegt wird.

Tatsuya Fujiwara überzeugt in der Rolle des schockierten Shuya Nanahara, auch Aki Maeda als Noriko und Taro Yamamoto als Kawada, sowie auch die anderen Schauspieler, die die Mitschüler spielen, brillieren in ihren Rollen, die von eiskalt bis friedenstiftend reichen.

Wer solche Filme mag, wird hier auf seine Kosten kommen, wer zartbesaitet ist, sollte besser die Hände von diesem Film lassen.

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