Freitag, 23. Oktober 2009

A Korean Production

Heute habe ich mir mal, nein, nichts japanisches oder taiwanesisches angeschaut, sondern einen (süd-) koreanischen Film, aber mit deutscher Synchronisation. Der Film handelt von einem jungen Mädchen namens Young-goon, das sich für einen Cyborg hält und sich daher weigert, Nahrung zu sich zu nehmen, da sie meint, dass es sie zerstören würde. Um ihre "Batterien" wieder aufzuladen, setzt sie sich unter Strom und wird daraufhin in eine Nervenklinik eingewiesen. Am Anfang spricht sie mit keinem Menschen, erst nachher öffnet sie sich ein wenig. Dafür aber spricht sie mit den elektrischen Geräten um sich herum, etwa mit ihrer Nachttischlampe. In der Klinik lernt sie Il-sun kennen, der denkt, er könne anderen ihre Fähigkeiten oder Charakterzüge stehlen, außerdem hat er Angst davor, sich einfach in einen Punkt aufzulösen und putzt sich daher ständig seine Zähne. Zwischen Young-goon und Il-sun bahnt sich eine scheue Romanze an. Zunehmend besorgt zeigt sich Il-sun, da Young-goon dem Hungertod nahe ist und sich, nachdem man sie mit einer Schocktherapie behandelt hat, etwa vorstellt, ihre Batterien seien wieder aufgeladen und dann die Ärzte und Pfleger tötet. Il-sun akzeptiert aber ihren Glauben, ein Cyborg zu sein und baut ihr einen "Reis-Megatron", der Nahrung in elektrische Energie umwandelt und tut dann so, als würde er es ihr in den Rücken einpflanzen. Zwar hat sie dann erst einmal Angst, was passieren könnte, wenn der Megatron kaputtgeht, doch Il-sun sagt ihr, dass er immer da sein wird und es im Notfall operieren wird, daraufhin beginnt sie wieder zu essen, worauf sich nicht nur Il-sun freut, sondern auch alle Mitpatienten.



Eine unglaublich anrührende Liebesgeschichte, voller Unschuld und großer Akzeptanz. Auch die Einbildungen der Mitpatienten sind herrlich dargestellt und ergeben einen wunderbaren Film, entfernt von allem Hollywood-Kitsch. Vor allem Su-jeong Im, die die Young-goon spielt, kann wirklich überzeugen. Aber auch Rain in der Rolle des Il-sun, der sich in rührender Weise des Mädchens annimmt, kann mit seinem Spiel überzeugen und das Herz des Zuschauers anrühren.

Allerdings muss ich sagen, fand ich das Ende des Films irgendwie seltsam und habe ihn nicht wirklich verstanden. Aber die Aussage des Filmes, den geliebten Menschen so zu akzeptieren, wie er nun mal ist, kann jeder verstehen. Durchaus wert, sich den Film mal anzusehen!

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