Dienstag, 4. August 2009

Abgefuckt

Irgendwie habe ich einfach keine Lust auf nichts. Alles ist zu anstrengend, zu langweilig, ... An manchen Tagen überkommt mich so eine Stimmung, wo ich mich zu nichts aufraffen kann. Das spannendste Buch wird langweilig, der beste Film kann einen nicht packen, kennt ihr das? Oder bin ich die einzige, der das so geht? Das Problem ist dann ja noch, das mich an solchen Tagen schon Kleinigkeiten aufregen (tun sie sonst meistens auch, aber an solchen Langweil-, Sich nicht aufraffen können- Tagen ist es noch schlimmer). Aber gerade an diesen Tagen hat meine Mutter irgendwie den Dreh raus, mich zu nerven. Ich weiß nicht, ob sie dann merkt, dass ich schon übelst genervt bin, auf jeden Fall macht sie dann immer noch etwas, das mich noch mehr nervt und wenn ich dann gereizt reagiere (aber wirklich gereizt!), ist sie angepisst. Oder aber, sehr selten, findet sie das amüsant. Dann macht es ihr Spaß, mich noch mehr zu ärgern.

Und so sehr ich meine Schwestern auch liebe, an solchen Tagen könnte ich sie oft zum Mond schießen. Vor allem wenn ich dann trainieren oder lesen will und dann eine von ihnen kommt und einfach nicht mehr abzuschütteln ist. Da könnte ich wirklich ausrasten... Und die gucken dich nur mit großen Augen an und labern dich mit etwas langweiligem zu, was du schon wusstest oder aber gar nicht wissen willst. Oder aber es interessiert dich in dem Moment gerade voll gar nicht. Was sie natürlich nicht merken... Zum Kotzen so was... Na ja, ich muss auch zugeben, dass ich an solchen Tagen unausstehlich bin. Ich ertrag mich schon selber nicht, wie soll ich da noch andere ertragen, mal im Ernst?! (Das ist mal wieder typisch Jan, aber Tatsache ist nun mal, dass ich selber der Mensch bin, den ich am unerträglichsten finde, ist das noch normal?)

An einem solchen Tag, als ich mal übelst genervt war und fast ausgeratest bin (ich war kurz davor alles kurz und klein zu schlagen), bin ich einfach rausgerannt, in die Felder und habe mir die Seele aus dem Leib geschrien, weil ich sonst geplatzt wäre. Hätte mich irgendjemand gehört, hätte er sicherlich gedacht, ich sei verrückt geworden. In dem Moment selber wäre mir das eigentlich egal gewesen, im Nachhinein wäre es einfach nur peinlich, diesem Menschen dann noch mal zu begegnen. Zum Glück war niemand dort! Ich habe geschrien und bin gelaufen, bis ich praktisch K.O. war und nicht mehr konnte. Sehr langsam und widerwillig habe ich mich dann auf dem Nachhauseweg gemacht, aber mir ging’s besser. So was hilft wirklich! Am besten hätte es da noch zu meiner Stimmung gepasst, wenn es geregnet hätte, aber auch so war’s... befreiend, erleichternd!

Und jetzt gibt auch noch mein MP3- Player seinen Geist auf, mitten in einem schönen „Fahrenheit“- Lied... Also ehrlich, was zuviel ist, ist zuviel!

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