Montag, 13. Juli 2009

Sie sind wieder da

Es war mir ja echt immer egal, aber jetzt, nachdem ich ja eineinhalb Wochen sozusagen Hausfrau war, macht es mich schon fertig, „mein“ Haus ständig so schmutzig zu sehen. Ich hab ja immer schön darauf geachtet, dass alles sauber ist. Und mit nur drei Personen im Haus, von denen der eine den halben Tag auf Arbeit ist, ist das natürlich wesentlich einfacher, als mit sieben Personen. Vor allem da jetzt, wo meine Schwestern wieder da sind, auch meine kleinen Cousinen wieder dauernd bei uns sind und dabei auch zur Unordnung beitragen. Mein schönes sauberes Haus... GIBT ES NICHT MEHR!!! Ich muss auch zugeben, dass ich einfach keine Lust mehr habe, noch irgendwas da zu tun. Die Woche hat mir echt gereicht. Ich war erleichtert, den Haushalt wieder meiner Mutter übergeben zu können, auch wenn ich mein sauberes und vor allem leises Haus sehr vermisse.

Ich genieße es, wieder mit Mai zu reden. Meine Schwester habe ich schon sehr vermisst – Mara natürlich auch, aber mit Mai rede ich einfach mehr. Auch über ernstere Themen. Mit Mara kann man aber immer schön kuscheln und schmusen, das hat mir auch gefehlt. Auf jeden Fall haben Mai und ich seit sie nach Hause kamen, unglaublich viel miteinander geredet, ich glaube, wenn uns jemand zuhören würde, würde er oftmals einfach nur den Kopf schütteln. Und das, worüber wir lachen, fände er oft sicherlich nicht lustig. Aber das sind dann halt alles Insider, das kann man halt nicht verstehen. Mai liest eigentlich genauso viel wie ich. Für den Urlaub sollte ich ihr drei Bücher empfehlen, was ich natürlich auch gerne getan habe, und dann sagt sie nachher, dass es viel zu wenige waren (obwohl sie alle drei recht dick waren). Sie hat noch die beiden Bücher durchgelesen, die Mara mitgenommen hat und es waren trotzdem zu wenige. (Ich hätte wahrscheinlich sechs oder sieben mitgenommen...) Zu Hause musste ich ihr gleich das nächste Buch geben, das sie dann noch am Samstag durchgelesen hat – ich vermute mal, dass sie vollkommen auf Entzug war, wenn sie sich das Buch so dermaßen schell „durch die Nase zieht“ :-).

Ach so, Esmées Geburtstag... Joa, war nichts besonderes... Ich hab mich dann doch entschieden, mich normal anzuziehen, um die anderen nicht zu erschrecken. Man muss den anderen schon mal entgegen kommen, auch wenn man sie nicht mag. Mit denen geredet habe ich zwar nicht wirklich, was aber auch nicht zu erwarten war. Ich rede einfach nicht gerne, vor allem nicht, wenn viele Leute um mich herum sind, von denen ich den Großteil dann auch nicht mag. Ich bin eher das, was man einen Beobachtertyp nennt. Es war auch sehr interessant, die Leute in dieser Zusammenstellung zu beobachten. Auf jeden Fall wurde viel gelacht. Eingeladen war auch so ein Typ, den ich überhaupt nicht mag, nennen wir ihn mal Gary. Der hat mich vor einigen Jahren nämlich schwer enttäuscht, und jetzt tut er so, als hätte er vergessen, was damals vorgefallen ist, so, als ob es nie passiert wäre. Wo ich eigentlich erwartet hätte, dass er was dagegen unternimmt, in irgendeiner Art und Weise – aber nichts! Erfolgreich habe ich ihn den ganzen Abend ignoriert. Dann aber, als sich dann so langsam alle verabschiedet haben, unter anderem auch er, ging er dann durch die Runde und schüttelte allen den Hand. Ich hätte ihm beinahe ins Gesicht geschrieen, als er dann mir mit einem scheinfreundlichen Lächeln die Hand hinhielt. Er mag ja so tun, als sei das damals nicht passiert, ich aber kann man mich nur zu gut daran erinnern. Ich wollte ihm ja wirklich nicht die Hand schütteln. Hab echt überlegt, ihm einfach nicht die Hand zu geben. Leider bin ich dazu dann aber zu gut erzogen. Nach einem kurzen Zögern habe ich ihm also die Hand gegeben, frage mich nur, ob er gemerkt habe, dass ich kurz gezögert habe. Aber der ist ja so ein Sunnyboy, glaube nicht, dass er sich irgendwas draus macht. Trotzdem, ich habe eigentlich schon gehofft, dass er nicht kommen wird, ich mag nicht so tun, als hätte ich nichts gegen ihn... Wieso muss Esmée auch mit dem befreundet sein? Gut, sie weiß nicht, was damals vorgefallen ist. Und ich werde mich hüten, ihr irgendwas zu erzählen, dann müsste ich ihr zu viele Geheimnisse offenbaren. Aber trotzdem... Ich hätte ihm am liebsten eine runtergehauen... Diesem scheinheiligen Kerl...

Zu gerne hätte ich wieder diese angenehme Ruhe, die hier letzte Woche geherrscht hat. Mai und Mara provozieren Keiji ständig und der fällt ja auch jedes Mal drauf rein – was dann jedes Mal in einen lauten Streit ausartet. Was dann immer mir tierisch auf die Nerven geht, ich kann einfach keinen Lärm vertragen. Und immer noch im Auto, in diesem eingeengten Raum, wo es keine Fluchtmöglichkeit gibt. Ich könnte sie dann echt aus dem Auto werfen oder sie knebeln und fesseln. Was? Doch sicher liebe ich meine Geschwister, aber es gibt halt auch Situationen, in denen ich sie nicht ganz so sehr liebe. Und in denen ich sie auf den Mond schießen könnte. Das ist doch aber normal – oder etwa nicht? Egal, auf jeden Fall finde ich diese Situationen immer furchtbar...

Meine Nerven sind auf jeden Fall wieder sehr viel dünner geworden, man merkt, sie sind wieder da! Nein, nicht die Aliens (wer glaubt denn noch an die?), meine Family... Stress, Streit, Lärm, Unordnung,... Family lässt grüßen, schönen Tag auch
Jan-Emi

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