Montag, 22. Juni 2009

Zurück aus Berlin

Hallo ihr Lieben,

am Freitag, so gegen fünf Uhr nachmittags kamen wir, meine Tante Midori, meine Cousine Esmée und ich, heil und gesund mit dem Zug aus Berlin nach Hause. Beziehungsweise, wir mussten einmal umsteigen, aber jedenfalls um fünf Uhr waren wir auf unserem Heimat- Bahnhof. Esmées Mutter holte uns ab und etwa eine halbe Stunde später waren wir wirklich zu Hause, wo ich fröhlich von meinen Schwesterchen begrüßt wurde. Mai und Mara waren unglaublich froh, dass ich wieder da war. Auch Kyo nii-sama freute sich. Keiji tat natürlich mal wieder so, als würde es ihn überhaupt nicht kratzen, aber ich weiß doch, dass ich ihm gefehlt habe, ich meine, er hatte die ganze Woche niemanden zum streiten da...!

Berlin war schon cool, wenn auch unglaublich anstrengend. Uns taten jeden Tag die Füße unglaublich weh, am Donnerstag habe ich sie schon gar nicht mehr gespürt... Ich muss gestehen, dass wir kaum geschlafen haben. Esmée und ich hatten ja zusammen ein Zimmer uns wir haben immer noch bis spät in die Nacht gequatscht und dann mussten wir jeden Tag früh aufstehen... nichts für einen Langschläfer wie mich...

Brandenburger Tor, Checkpoint Charlie, Alexanderplatz mit Fernsehturm und Weltzeituhr, Schloss Sanssouci, Siegessäule, Denkmal der ermordeten Juden, ... was haben wir nicht alles gesehen. Und ständig sind uns irgendwelche lustigen Dinge passiert... Manchmal kamen wir aus dem Lachen nicht mehr heraus. Als wir zum Beispiel durch die Kurfürstenstraße liefen (Shoppen.... ich hasse shoppen, ich geh niemals freiwillig shoppen, und da musste ich den ganzen Tag mit den beiden shoppsüchtigen durch die Kaufhäuser laufen, ich geh nie wieder mit denen shoppen!!!), Moment, wo war ich jetzt? Ach so, ja, also, wir gingen durch die Kurfürstenstraße, als uns eine wildfremde Frau ansprach. „Entschuldigen Sie“, meinte sie zu Midori. „Sind sie die Mutter der beiden?“ Midori war echt angepisst! „Sehe ich etwa so aus? Wie alt schätzen Sie mich denn?“, war ihre Antwort, an ihrer Stimme hörte man schon, dass sie ziemlich angepisst war. Aber Esmée und ich, wir haben voll losgegeiert, die Situation war einfach zu lustig.

Was einen wirklich anpissen konnte, waren diese Bettler überall. Egal wo man war, überall tauchten diese zerlumpten, ungepflegten Frauen auf, oftmals mit Kindern oder Babys und sprachen einen an: „Do you speak English? Deutsch?“ Bei der ersten wussten wir noch nicht, was abgeht, danach haben wir die einfach ignoriert. Im Ernst, ist doch furchtbar!!! Vor allem, wenn die genug Geld für Zigaretten haben! Sollen sie für das Geld doch lieber etwas zu essen kaufen! Vor allem kam echt jede fünf Minuten eine neue angedackelt und fragte nach Geld. Man könnte, wenn man will, wir wollten nicht, alles Verarsche!, doch sowieso nie allen Geld geben. Dann ist man am Ende doch selber arm und muss dann auch so durch die Straßen rennen. Würde ich in Berlin leben, ich hätte echt keinen Bock mehr, rauszugehen! Oder man muss mit einem Schild durch die Straßen ziehen: „Betteln verboten!“ oder „Nein, ich spreche keine Englisch – und auch kein Deutsch!“ oder, ach keine Ahnung, ich lebe zum Glück ja nicht da, also muss ich mir darum auch keine Gedanken machen.

Als Erlebnis war das schon genial, ich würd auch noch mal hinfahren, so für einen Urlaub oder so, aber ich würde dort nie – niemals leben wollen. Ich erzähl euch vielleicht noch von einigen lustigen Begebenheiten, bei Gelegenheit mal!

Wer mit dem Gedanken spielt, sich Berlin mal anzusehen, dem rate ich: Mach das auf jeden Fall, es lohnt sich. Berlin ist schon eine schöne Stadt! Viele Grüße auch an alle Berliner – ich hab euch zum Fressen gern (haha, :-D, ich meine natürlich das Gebäck habe ich zum Fressen gern...)
In diesem Sinne wünsche ich euch allen einen schönen Tag und allen Urlaubern (falls es hier welche gibt) einen schönen Urlaub,
Jan-Emi

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